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Bereits vor der Sesshaftwerdung waren die Maya eine tief religiöse Gruppe. Es gibt praktisch kein Bereich in dem die Religion nicht präsent ist. Jede irdische Handlung oder Bekundung hatte einen überirdischen Bezugspunkt. Vom ausgedehnten Götterpantheon der Maya sind besonders Itzamná, eine vielfach dargestellte und verehrte Gottheit; Ixchel, seine Frau, die ausser mit der Fruchtbarkeit und den Geburten auch mit dem Gewebten in Verbindung gebracht wurde, erwähnenswert. Nach der Überlieferung schenkte sie den Mayafrauen den Hüftwebstuhl; diese kamen von weither um sie an ihrer Weihestätte in Cozumel zu verehren. Kinich-Ahau (Herr Sonnenantlitz) ist vor allem bei den Masken von Kohunlich dargestellt; seine riesigen Augen werden dem Sonnenkult zugeschrieben. Seine überwiegend menschlichen Merkmale erinnern an Abbildungen von Herrschern: die Glyphe Ahau lässt auf einen Herrscherrang schliessen. Ah Mutzencab ist der "Herabsteigende Gott", der in Cobá und Tulum (Quintana Roo) sowie in Chichén Itzá (Yucatán) zu sehen ist. Er ist der Gott der Bienen.
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