Das 18 Kilometer von der Ostküste der Halbinsel Yucatán entfernt liegende Cozumel ist die größte bewohnte Insel Mexikos.
Cozumel war seit Anfang unserer Zeitrechung bewohnt und es stellte für die antiken Maya ein wichtiges Zeremonien und Handelszentrum dar. Nach der Spanischen Eroberung blieb die Insel zunächst unbewohnt und wurde nur gelegentlich von Piraten und Schildkrötenjägern aufgesucht. Dies änderte sich erst 1852, als sich dort die ersten Siedler, die vor dem Krieg der Kasten flüchteten, niederliessen.
Mit der Wiederbesiedlung entwickelte sich die Landwirtschaft und Viehzucht; die Wirtschaft basierte jedoch viele Jahrzehnte lang auf der Chicleproduktion, der in den dichten Wäldern des Festlandes abgezapft und von Cozumel aus ins Ausland verschifft wurde. Eine ergänzende Tätigkeit der Bewohner war der Fischfang. In den sechziger Jahren wurde die Aufmerksamkeit der Welt durch die Berichte des Meeresforschers Jacques Cousteau über die Korallenriffe erneut auf die Insel gelenkt. Heute ist das Eiland einer der bedeutendsten Sporttauchplätze der Welt. Während der letzten Jahrzehnte erlangte Cozumel zusätzliche Bedeutung als Ziel für Kreuzfahrtsschiffe auf ihrem Weg durch die Karibik.