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Bei der Ankunft der Spanier war Chetumal (Chetemal bzw. Chactemal, "wo der Rote Zederbaum vorkommt" auf Maya) eines der Kazikentümer in das die Halbinsel Yucatán unterteilt war. Die Provinz Chetumal reichte vom nördlichen Teil der Lagune von Bacalar bis zum Süden der Lagune New River (heute Belize). Während vieler Jahre war Chetumal eine bedeutende Stadt; schliesslich provozierten geografische Katastrophen und der erbitterte Widerstand der Mayaindianer jedoch die Aufgabe des Ortes.
Chetumal ist die Hauptstadt des Bundesstaates Quintana Roo. Sie wurde 1898 von dem General Othón P. Blanco als strategischer Schachzug zur Kontrolle der Mayaindianer unter dem Namen Payo Obispo gegründet. Diese hatten sich während des Krieges der Kasten 50 Jahre zuvor erhoben. Heute ist Chetumal eine ruhige Stadt mit charakteristischem karibischem Flair. Noch immer sieht man einige der Holzhäuser, die dem Ansturm der Wirbelstürme, die das Gebiet gelegentlich heimsuchen, widerstanden haben. Das an den Ufern der gleichnamigen Bucht liegende Chetumal weist Hotels und Restaurants für jeden Geschmack sowie andere touristische Dienstleistungen auf. In letzter Zeit hat die Stadt sogar noch an Bedeutung gewonnen, da sie der Ausgangspunkt für Ausflüge zu den archäologischen und historischen Stätten, sowie zu den Naturschutzgebieten des Südens Quintana Roos ist. Man kann jedoch ebenso von Chetumal aus Expeditionen in den Nachbarbundesstaat Campeche und in die nördlichen Zonen der Nachbarländer Belize und Guatemala unternehmen.
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